Medien & Maschinen
Geräte und Maschinen werden in den unterschiedlichsten Medien immer wieder thematisiert. Filme, Fernsehserien, Romane und Comics beschäftigen sich schon seit etlichen Jahren mit der Frage, wie die Technik unser Leben und unseren Alltag bestimmt. Die Darstellungen in den Werken der Schriftsteller und Regisseure könnten deshalb auch unterschiedlicher nicht sein. Die Bandbreite reicht von schrecklichen Horrorvisionen, die von einer entfernten Zukunft erzählen bis hin zu Gegenwartskomödien, die in der technischen Entwicklung ein Spiel und vor allen Dingen einen großen Gewinn für die Menschheit sehen. Deshalb kann es auch nicht verwundern, dass sich sogar Walt Disney mit dem Motiv "Mensch und Maschine" beschäftigt. Natürlich schwingt bei den animierten Streifen, wie beispielsweise beim Film "Wall-E" aus dem Jahre 2008, auch immer Kritik an gesellschaftlichen Zuständen mit. Letztendlich bleibt die Frage, ob Robotik, künstliche Intelligenz und Virtualität eine Chance oder ein Fluch sind. Die Auseinandersetzung mit den technischen Möglichkeiten, die sich der Mensch selbst geschaffen hat, kann deshalb nicht nur auf der Leinwand erfolgen. Vor allen Dingen Politik, Wirtschaft und Forschung müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und gemeinsam überlegen, wie der technische Fortschritt eine Chance für die Bevölkerung sein kann.
Maschinen als Motiv in Literatur und im Film - eine kleine Übersicht klassischer Werke:
Literatur
Frank Schätzing - "Limit"
Der Roman verarbeitet unter anderem die menschliche Sehnsucht, endlich den Mond ohne größere Schwierigkeiten bereisen zu können. Dazu wird im literarischen Werk von Autor Frank Schätzing ein gigantischer Weltraumfahrstuhl genutzt, der sowohl Menschen als auch Güter vom Mond bis zur Erde transportieren kann. Für Touristen wurde auf dem Erdtrabanten sogar ein eigenes Hotel errichtet. Die technischen Möglichkeiten, die Schätzing in seinem Werk beschreibt, sind keineswegs utopisch. So gibt es tatsächlich Anstrengungen seitens der NASA, einen Weltraumlift zu entwerfen. Eine Realisierung des Projektes kann allerdings erst in den nächsten 20 bis 30 Jahren erwartet werden.
Stephen King - "Trucks"
In Stephen Kings Kurzgeschichte "Trucks" entwickeln Fahrzeuge plötzlich ein Eigenleben und beginnen, sich gegen die Menschen aufzulehnen. Dem brillanten Horrorautor gelingt es, eine düstere und bedrohlich wirkende Situation zu zeichnen und das Gefühl der Angst vor den Maschinen dem Leser eindrucksvoll zu vermitteln. Natürlich wirft "Trucks" ein paar logische und technische Fragen auf. Mitunter mag es rätselhaft erscheinen, wie die Fahrzeuge sich untereinander verständigen. Die Kommunikation zu den verhassten Menschen mithilfe eines hupenden Morsecodes ist hingegen der großen Genialität eines Stephen King zu schulden. Letztendlich ist der Realitätsbezug auch nicht entscheidend, der Kontrollverlust gegenüber der sicher geglaubten Technik ist Kern von Kings Kurzgeschichte.
H. G. Wells. - "Die Zeitmaschine"
Der Science-Fiction-Roman von H. G. Wells ist ein echter Klassiker in der Literaturszene. 1895 erschienen, erzählt das Werk die Geschichte von einem namenlosen Zeitreisenden, der die Welt in einer fernen Zukunft kennen lernt. Bei seiner zweiten Reise wird er sogar mit dem Ende der Menschheit konfrontiert. Das Motiv der Zeitmaschine sollte später noch sehr oft aufgegriffen werden. Ein berühmtes Beispiel ist der beliebte Kinohit "Zurück in die Zukunft" mit Michael J. Fox und Christopher Lloyd aus dem Jahr 1985.
Film
"Matrix"
Der Matrixfilm begeisterte 1999 weltweit Millionen Zuschauer. Der Film erzählt von intelligenten Maschinen, die der Menschheit nur eine Scheinwelt vorgaukeln und gegen die eine kleine Minderheit erbitterten Widerstand leistet. Der Kinostreifen spielt mit dem Gedanken, was passieren könnte, wenn die Erschaffung einer künstlichen Intelligenz so weit gehen würde, dass Computer oder Roboter selbstständiges Denken und Handeln entwickeln. Die friedliche Koexistenz zwischen menschlichem Schöpfer und der Maschine wird bei Matrix augenscheinlich ausgeschlossen. Die Entstehungsgeschichte zum düsteren Ist-Zustand der Menschheit zeigt eine Sammlung von neun Computeranimations- und Zeichentrick-Kurzfilmen auf. In "Animatrix" erfährt der Zuschauer, warum es zu einem kriegerischen Konflikt zwischen Mensch und Maschine gekommen ist und er muss leidvoll anerkennen, dass es keineswegs die Maschinen waren, die den Unfrieden herauf beschworen haben.
"Terminator"
Eine Maschine mit menschlichem Aussehen - Schauspieler Arnold Schwarzenegger spielte den Androiden im Science-Fiction-Thriller "Terminator", der 1984 in die Kinos kam. Die Geschichte ist schnell erzählt. In einer fernen Zukunft kämpft die Menschheit gegen Roboter, die sich einst gegen ihre Schöpfer auflehnten. Um den Anführer der menschlichen Streitmacht auszuschalten, überlegen sich die Roboter einen gewieften Plan. Sie schicken einen Androiden, den T-800, zurück in die Vergangenheit, um die Mutter des späteren Kommandanten zu töten. Die Menschen entdecken das Vorhaben der Maschinen und schicken Ihrerseits einen Soldaten zurück in die Zeit, der den T-800 ausschalten soll. Der Produzent James Cameron nutzt das Thema "künstliche Intelligenz" für einen actiongeladenen Kinohit, dem sogar noch drei Fortsetzungen folgen sollten.
"Nummer 5 lebt!"
Der Militärroboter S-A-I-N-T Nummer 5 wird von einem Blitz getroffen und beginnt eine eigene Gedanken- und Gefühlswelt aufzubauen. Er verlässt daraufhin Hals über Kopf seine Entwicklungsfirma und landet bei der Tierfreundin Stephanie, die ihn herzlich aufnimmt. Doch der Friede währt nicht lang, denn Nummer 5 wird mittlerweile vom Militär gesucht. Der Film verarbeitet das Thema Robotik kindgerecht und zeigt auf, dass es nicht immer böse und finstere Szenarien sein müssen, wenn Maschinen ihre eigene Identität erkennen.
"Wall-E"
Auch der computeranimierte Film "Wall-E" ist ein kindgerechter Kinohit, der das Thema Robotik aufgreift. Das gemeinsame Projekt von Pixar Animation Studios und der Walt Disney Company erschien 2008 und erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter auch den Oscar für den besten Animationsfilm. Der Roboter Wall-E ist ein liebenswerter Müllsammler auf einem verlassenen Erdplaneten. Die Menschheit lebt mittlerweile in einem autarken Raumschiff, nachdem sie die Welt durch übertriebenem Massenkonsum und Verschmutzung unbewohnbar gemacht hat. Während seiner Aufräumarbeit trifft WALL-E eines Tages auf EVE, die zur Erde geschickt wurde, um nach pflanzlichen Lebensformen zu suchen. WALL-E verliebt sich in EVE und das Abenteuer kann beginnen.
Serien
Akte X - Staffel 1, Folge 6: "Die Maschine"
Fox Mulder und Dana Scully kümmern sich um die außergewöhnlichen und unheimlichen Fälle des FBI. Neben fliegenden Untertassen, geheimnisvollen Aliens und übersinnlichen Phänomenen werden die beiden Agenten in einer Folge zu einer Computerfirma gerufen, um dort einen mysteriösen Mordfall aufzuklären. Der Direktor des Unternehmens ist durch einen Stromschlag getötet worden. Schnell wird klar, dass der Mord nicht durch Menschenhand passierte, sondern das das intelligente Computerprogramm "COS" für den Tod des Chefs verantwortlich ist. Als ein weiterer Mitarbeiter stirbt, droht Panik auszubrechen. Fox Mulder kommt zum Glück ein rettender Einfall, um "COS" unschädlich zu machen. Ein Computervirus muss her!
"Star Trek"
Die Fernsehserie Star Trek spielt im Weltraum einer fernen Zukunft. Raumschiffe, Außerirdische und spektakuläre Missionen des Raumschiffs Enterprise machen den Erfolg der Serie aus. Insbesondere die Darstellungen futuristischer Geräte und Maschinen sind interessant. Sei es der Warp-Antrieb oder das Holodeck, die Macher von Stark Trek transportieren ihre eigene Vorstellung von zukünftiger Astronautik und entführen den Zuschauer in eine Welt voller technischer Wunderwerke. Theoretisch sind viele der dargestellten Erfindungen, wie etwa das Beamen, durchaus umsetzbar. In der praktischen Realisierung sieht es dann aber doch schwierig aus. Stark Trek begeistert aber nicht nur Technikfreaks und Weltraumfans. Die Serie ist familientauglich und wurde lange Zeit zur besten Sendezeit ausgestrahlt. Mehrere Kinofilme und Ausläufer wie "Deep Space Nine" oder "Raumschiff Voyager" erweiterten das Star Trek Universum kontinuierlich.
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