Perspektiven im Job
Wer gerne im Bereich Gerätebau tätig werden möchte, hat vielfältige Jobperspektiven. Firmen werben mittlerweile regelrecht um ausgebildete Fachkräfte im Bereich Elektrotechnik und Maschinenbau, denn gute Bewerber sind in den letzten Jahrzehnten rar geworden. Dementsprechend hoch kann auch die Bezahlung in den einzelnen Unternehmen ausfallen. Darüber hinaus sind immer mehr Arbeitgeber bemüht, ihren Angestellten die größtmögliche Arbeitszeitgestaltung anzubieten. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, einen Teil der Aufgaben von zu Hause aus zu erledigen. Eine andere Variante sieht vor, nur eine Dreiviertelstelle anzutreten. Je nach Schulbildung und persönlicher Neigung können Interessierte entweder eine Ausbildung beginnen oder ein Studium absolvieren. Durch ein Praktikum kann schon vorab etwas Arbeitsatmosphäre geschnuppert werden. Welche beruflichen Wege es in dem Bereich Gerätebau gibt, zeigt die nachfolgende Übersicht:
Ausbildung zum Elektrotechniker
Die Ausbildung zum Elektrotechniker wird bundesweit geregelt und dauert normalerweise 3,5 Jahre. Die Haupttätigkeit auf diesem Gebiet ist die Montage von mechanischen Teilen und elektrischen Geräten sowie deren Komponenten. Innerhalb der Ausbildungsbetriebe, meistens im dritten Lehrjahr, wird dem Auszubildenden eine bestimmte Fachrichtung (z.B. Automatisierungstechnik oder Telekommunikationstechnik) zugeteilt. Die Lehre erfolgt im dualen System. Der praktische Teil wird im Betrieb vermittelt, während die theoretischen Inhalte in einer Berufsschule gelehrt werden. Interessierte sollten mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen können. Allerdings nehmen viele Betriebe lieber Bewerber, die einen Realschulabschluss haben oder sogar die Fachhochschulreife besitzen. Körperliche Fitness sollten die Interessenten außerdem mitbringen, denn die Arbeit kann mitunter sehr anstrengend werden. Gearbeitet wird nämlich häufig in Werkhallen mit künstlichem Licht und lauten Maschinen. Ein freundliches Auftreten anderen Menschen gegenüber ist ein weiteres Muss, denn Elektrotechniker arbeiten öfters mit Ingenieuren oder Informatikern zusammen.
Ausbildung zum Mechatroniker
Mechatroniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der die beiden Fachgebiete Mechanik und Elektrotechnik miteinander vereint. Die Lehre dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und findet im dualen System statt. Die theoretischen Grundlagen werden in der Berufsschule vermittelt, Praxiserfahrung bekommt der Lehrling im Ausbildungsbetrieb. Mechatroniker kümmern sich unter anderem um die Automatisierungstechnik im Maschinen- und Anlagenbau. Ihr Einsatzgebiet ist sehr umfangreich, denn sie werden sowohl in der Medizintechnik als auch in der Informations- und Kommunikationstechnik benötigt. Auch in der Luftfahrt gibt es entsprechende Arbeitsstellen. Bewerber, die sich für eine Ausbildung im Bereich Mechatronik interessieren, sollten am besten einen mittleren Bildungsabschluss oder sogar die Fachhochschulreife vorweisen können. Handwerkliches Geschick und technische Denke werden selbstverständlich vorausgesetzt. Darüber hinaus sind eine sorgfältige Arbeitsweise und ein Interesse für Computer und Datenverarbeitung sehr wichtig. Die Lehre kann auch nur schulisch absolviert werden, allerdings ist die gleichzeitige Anstellung in einem Betrieb dringend empfehlenswert.
Maschinenbaustudium
Das Fach Maschinenbau wird an mehreren deutschen Universitäten angeboten. Ein Studium dauert in der Regel acht bis zehn Semester und endet mit dem Abschluss "Diplom-Ingenieur". Die beruflichen Perspektiven im Bereich Maschinenbau sind sowohl in Deutschland als auch im Ausland hervorragend, denn Maschinenbauer sind sehr gefragt. Dementsprechend hoch fällt auch das Einstiegsgehalt der Absolventen aus. Allerdings ist das Maschinenbaustudium kein Zuckerschlecken, denn vor allem die Fachgebiete Physik, Mathematik und Werkstofftechnik stehen bei den Seminaren und Vorlesungen im Mittelpunkt. Viele Universitäten haben keinen NC (Numerus Clausus) und bieten Studierenden gute Entwicklungsmöglichkeiten sowohl innerhalb der Universität als auch in der freien Wirtschaft an. Die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Firmen wird groß geschrieben, sodass der Student schon zu Beginn seines Studiums potentielle Arbeitgeber kennenlernt. Diese kommen übrigens aus ganz unterschiedlichen Sparten. Das ist natürlich ein weiterer Vorteil des Maschinenbaustudiums, denn ein Diplom-Ingenieur wird in der Automobilbranche gebraucht, im Anlagenbau benötigt und in der Luftfahrtindustrie eingesetzt. Die Jobmöglichkeiten sind also sehr umfangreich.
Sonstiges
Wer seine berufliche Zukunft im Fachgebiet Gerätebau sieht, kann neben Maschinenbau auch Elektrotechnik oder Bauingenieurwesen studieren. Junge Leute, die eher praktisch veranlagt sind, können auch eine Ausbildung zum Zerspannungstechniker absolvieren. Der Beruf fordert technisches Verständnis und handwerkliches Geschick. Hauptaufgabe eines Zerspannungstechnikers ist die Fertigung eines Werkstückes. Dafür muss er die elektronische Steuerung der Maschinen genauso beherrschen, wie das Kontrollieren und Dokumentieren der Erzeugnisse. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und erfordert mindestens einen Hauptschulabschluss. Auch nach der Lehre kann man in vielen Betrieben Karriere machen oder ein Studium anschließen. Die Arbeit im Bereich Gerätebau ist aktuell, modern und sehr gefragt. Für junge Menschen ist der berufliche Weg in diesen Industriezweig eine optimale Investition in die eigene Zukunft.
(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2010, www.geraetebau.de
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