Wie funktioniert eigentlich...

Geräte und Maschinen bereichern unser Leben ungemein. Es ist kaum vorstellbar, mal einen Tag ohne elektrische Hilfsmittel auszukommen. Doch wie genau funktionieren eigentlich unsere Haushaltsgeräte, der Bürocomputer oder das eigene Auto? Drei Alltagsgegenstände wurden gründlich durchleuchtet:

...ein Kühlschrank?

Kühlschränke existieren nicht erst seit gestern. Bereits 1876 meldete Carl Paul Gottfried von Linde ein Patent für den Kühlschrank an. Heutzutage gibt es das Haushaltsgerät in sämtlichen Formen und Größen. Auch spektakuläre Extras wie der Eiscrusher oder die automatische Einkaufserinnerung lassen von sich hören. Aber wie genau geht eigentlich die klassische Kühlung vonstatten? Schließlich hat diese ja den Kühlschrank erst berühmt gemacht. Die Erklärung ist recht simpel. Verdunstet eine Flüssigkeit, nimmt sie Wärme auf. Dieses Prinzip kommt beim Kühlschrank zum Einsatz. Im Inneren des Haushaltgerätes verläuft ein Rohrsystem, in der sich ein Kältemittel befindet. Die Wärme im Innenraum des Schranks bringt das Mittel im Rohr zum Verdampfen. Der entstandene Dampf nimmt nun die Wärme aus dem Kühlraum auf, so dass die Temperatur im Innenraum absinkt. Am Ende des Rohrsystems befindet sich ein Kompressor. Dieser verdichtet den Dampf und pumpt ihn zu einem Kondensator. Der Kondensator verflüssigt das Kältemittel wieder. Die aufgenommene Wärme aus dem Inneren des Kühlschranks wird bei diesem Vorgang an die Umgebungsluft abgegeben. Deshalb fühlt sich die Rückseite des Haushaltsgerätes auch immer warm an. Das jetzt wieder flüssige Kältemittel wird abschließend erneut in das Rohrsystem gepumpt, um abermals Wärme aufzunehmen. Um das mechanische System in Gang zu halten, benötigt ein Kühlschrank natürlich Elektrizität. Denn ohne Strom kann der Kompressor nicht arbeiten.

...ein Laserdrucker?

Er steht im Großraumbüro und wirft innerhalb von Sekunden mehrere Seiten Papier aus. Mittlerweile hat der Laserdrucker die alten Tintenstrahl- und Nadeldrucker nahezu vollständig abgelöst. Und nicht nur auf der Arbeit, sondern auch im privaten Sektor werden die modernen Drucker immer häufiger genutzt. Das liegt vor allen Dingen daran, dass Laserdrucker heute erschwinglicher sind als noch vor einigen Jahren. Doch was ist der Vorteil gegenüber den altmodischen Tintenstrahlgeräten? Und wie funktioniert ein Laserdrucker überhaupt? Um die Fragen zu beantworten, muss man sich das Innere eines Laserdruckers genauer anschauen. Dort befindet sich eine Bildtrommel, deren Oberfläche elektrisch aufgeladen wird. Mit Hilfe eines Lasers kann jetzt ein Raster oder eine Struktur auf der Bildtrommel abgebildet werden. Logischerweise entspricht diese Struktur dem späteren Druckergebnis. Der Laser entfernt nämlich stellenweise die elektrische Ladung auf der Bildtrommel. Die gelöschten Bereiche bleiben beim Druck später weiß. Anschließend wird mit Hilfe einer Walze, der Toner auf die Bildtrommel übertragen. Die Partikel des Toners bleiben dann an den noch geladenen Stellen der Bildtrommel haften und diese werden anschließend auf das weiße Druckpapier übertragen. Abschließend werden die Partikel noch mal fest auf das Blatt gepresst und fertig ist der Druckvorgang. Der Vorgang eines Laserdrucks hat also sowohl mit elektrischer Spannung als auch mit Magnetismus zu tun. Das hört sich im ersten Moment nach einer Menge Aufwand an. Tatsächlich dauert der gesamte Vorgang nur weniger Sekunden. Deshalb ist ein Laserdrucker auch um einiges schneller als sein Vorgänger mit dem Tintenstrahl.

...ein Geldautomat?

Wer im Urlaub ist und für das gemütliche Abendessen im Restaurant noch Bargeld braucht, der geht einfach zum Bankomat: Karte reinstecken, Geheimzahl eingeben, Betrag auswählen und schon spuckt das Gerät die gewünschten Scheine aus. Das klappt natürlich auch beim Geldautomaten in der Bankfiliale nebenan. Aber wie genau funktioniert eigentlich so ein Geldautomat? Als Kind erzählt man sich dazu die abenteuerlichsten Geschichten. Ein kleiner Mann soll im Inneren des Automaten sitzen und die Geldscheine in das Fach legen. Allerdings ist diese Theorie mit Blick auf die Rationalisierungswelle der Banken eher unwahrscheinlich. Ein Geldautomat muss also vollautomatisch funktionieren. Das Herzstück eines Automaten, den sogenannten Tresor, kann man manchmal sehen, wenn Geldtransporte frische Scheine anliefern. Im Tresor befindet sich nämlich ein Geldschrank mit verschiedenen Geldkassetten. Die unterschiedlichen Kassetten beinhalten das Bargeld. Jeder Geldkassette wird ein Geldscheinwert (also zum Beispiel 5, 10 oder 20 Euro) zugeordnet. Will man nun Geld am Automaten abheben, liest ein Kartenleser zunächst die persönlichen Daten aus, die auf der Bankkarte gespeichert sind und gleicht die Informationen mit dem entsprechenden Geldinstitut ab. Nachdem man als Kontobesitzer identifiziert wurde, kann der gewünschte Geldbetrag eingegeben werden. Daraufhin werden die Scheine aus den Geldkassetten gezogen und mit einem speziellen Laufband nach oben befördert. Ein Sensor mit Lichtmessgerät überprüft, ob nicht aus Versehen zwei Scheine übereinander kleben. Ist das der Fall, landet der gesamte Betrag in einem Sammelbecken und kann später neu in die Geldkassetten gelegt werden. Stimmt der Betrag, kommt das Geld zum Ausgabefach. Nachdem man die Bankkarte entnommen hat, öffnet sich das Fach. Falls Sie es übrigens mal versäumen sollten, das Geld aus dem Ausgabefach zu nehmen, zieht der Geldautomat es nach kurzer Zeit wieder ein und wirft es in das Sammelbecken. Ihr Konto wurde dann nicht belastet, allerdings müssen sie dann noch einmal Geld abheben und dazu erneut ihre Karte in den Kartenleser stecken.

Hinweis:

Immer wieder präparieren Kriminelle Geldautomaten, um sich illegal Zugriff auf ein Bankkonto zu verschaffen. Dazu werden zum Beispiel Vorsatzgeräte auf den Kartenleser gesetzt. Kontrollieren Sie deshalb bei jeder Geldabhebung den Automaten. Wenden Sie sich umgehend an einen Filialmitarbeiter, wenn Sie Auffälligkeiten am Gerät bemerken. Achten Sie außerdem darauf, dass niemand Ihre Geheimzahl einsehen kann. Zu guter Letzt sollten Sie in regelmäßigen Abständen, Ihre Kontobewegungen überprüfen und unklare Transaktionen sofort melden.

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